Volkstrauertag - Gedenken an Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft

Am Volkstrauertag gedenkt die Bundesrepublik Deutschland jedes Jahr der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft aller Nationen. Seit dem Jahre 2015 begehen Deutschland, Frankreich und Bulgarien in Bukarest ihre Gedenktage gemeinsam. In diesem Jahr oblag die Federführung der Deutschen Botschaft Bukarest, die aus Anlass des Volkstrauertag am 19. November 2017 gemeinsam mit der französischen und der bulgarischen Botschaft eine öffentliche Gedenkfeier auf dem deutschen Soldatenfriedhof PRO PATRIA und dem Bellu-Friedhof in Bukarest gestaltete. 

In seiner Gedenkrede betonte Botschafter Meier-Klodt, dass Gedenken heute nicht mehr in Kriterien von Siegern und Besiegten stattfinden dürfe, sondern dass dieses Gedenken das gemeinsame Leid der Opfer der Katastrophen des 20. Jahrhunderts in den Vordergrund stellen müsse – „der Opfer von Krieg und Bürgerkrieg, Diktatur, Rassenhass, Verfolgung, Flucht, Vertreibung und Terror“, so Meier-Klodt. „Ein Gedenken, das an unsere gemeinsame Verantwortung mahnt, die Lehren aus diesem  Leid zu ziehen und alles zu tun, damit sich Derartiges in Europa nicht wiederholen kann.“ 

Deshalb, so der deutsche Botschafter, sei der Volkstrauertag nicht nur ein Tag der Reflexion und Rückschau: „Wir blicken an diesem Tag sowohl zurück wie nach vorn.“ Ebenso wichtig wie das gemeinsame Gedenken an die Opfer sei die Aufgabe, „das große Friedensprojekt Europa für unsere Kinder zu erhalten“.

Rede des Botschafters Cord Meier-Klodt zum Volkstrauertag 2017 [pdf, 193.47k]