In der Welt zuhause, in Siebenbürgen daheim

In der Welt zuhause, in Siebenbürgen daheim Bild vergrößern (© presidency.ro) Das diesjährige Sachsentreffen stand unter dem Motto „In der Welt zuhause, in Siebenbürgen daheim“. Vom 4.-5. August trafen sich in Hermannstadt weit über 10.000 Gäste unter anderem aus Deutschland, Österreich, den USA und natürlich aus Rumänien selbst, um das deutsche Erbe in Rumänien und die gemeinsame Heimat in Siebenbürgen zu feiern.Dabei war das Sachsentreffen nicht nur aufgrund seiner beeindruckenden Größe, sondern auch in seiner besonderen zwischenmenschlichen Atmosphäre und politischen Signalwirkung ein einzigartiges Ereignis: Über Jahrzehnte spürbare Gräben zwischen Ausgereisten und Daheimgebliebenen schienen – zumindest an diesem warmen Augustwochenende – vom gemeinsamen Wunsch überbrückt, an Kontakte in und zur Siebenbürger Heimat anzuknüpfen, Traditionen wiederzuentdecken und diese zugunsten des Gemeinwohls mitzugestalten.

Ganz gleich, woher Sie kommen: Sie sind hier daheim

Staatspräsident Klaus Johannis griff genau diesen Eindruck in seiner Festansprache au In der Welt zuhause, in Siebenbürgen daheim Bild vergrößern (© presidency.ro) dem Großen Ring von Hermannstadt auf – vor einem Publikum, das zahlreich in wunderschönen Siebenbürger Trachten erschienen war. Johannis schloss mit den Worten:  „Vor hundert Jahren haben die Siebenbürger Sachsen an der Seite der rumänischen Mehrheitsbevölkerung in dem vereinten Rumänien die Einlösung des Freiheitsversprechens gesehen, das ihren Ahnen gegeben worden war. Ein Jahrhundert danach, im neu geschaffenen europäischen Raum, bin ich als Präsident Rumäniens überzeugt, dass wir guten Grund haben, den kommenden Generationen Argumente und Fakten zu bieten, um das hundertjährige Rumänien als einen Ort der Chancen und des Wohlstands wiederzuentdecken. Ich fordere Sie auf, sich diesem Projekt der Freiheit und der Toleranz anzuschließen. Denn ganz gleich, woher Sie heute nach Hermannstadt gekommen sind: Sie sind als Siebenbürger Sachsen hier zu Hause!“

Für ein Europa gemeinsamer Werte

Auch der deutsche Botschafter Cord Meier-Klodt bekräftigte diesen Appell in seinem In der Welt zuhause, in Siebenbürgen daheim Bild vergrößern Botschafter Meier-Klodt und seine Frau mit Teilnehmerinnen des Siebenbürger Sachsentreffens in Hermannstadt (© Konsulat Hermannstadt ) Grußwort:  „Heute wächst auch hier zusammen, was zusammengehört! Aber dieser Prozess darf kein rückwärtsgewandter sein. Er muss vorwärts gerichtet sein – ein Prozess, in dem sich Rumänen und Deutsche – und ebenso Bürger anderer Ethnien und Kulturen – Seite an Seite in einem Europa gemeinsamer Werte wiederfinden und gemeinsam an der Zukunft dieses Europas bauen.“  Das sei die Welt, in der die junge Generation leben wolle. Deshalb könne es im 25. Jubiläumsjahr des Deutsch-Rumänischen Freundschaftsvertrags und zehn Jahre nach dem Beitritt Rumäniens zur Europäischen Union auch kein besseres Signal an diese jungen Menschen geben als dieses: Deutsche und Rumänen – mit- und füreinander, und für ein Europa gemeinsamer Werte!

Grußwort von Botschafter Cord Meier-Klodt [pdf, 44.83k]